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Welche Faktoren sollte ich bei der Anschaffung einer Solaranlage berücksichtigen?

Wenn du eine Solaranlage in Erwägung ziehst, gibt es einige wichtige Faktoren, die du bei der Anschaffung berücksichtigen solltest. Hier ist ein 10 – Punkte Plan, welcher die grundlegendsten Fragen beantwortet.
Berechne deinen Gesamtenergieverbrauch und finde heraus, welcher Prozentsatz davon durch die Solaranlage ausgeglichen werden kann. Ein Autarkiegrad von 60–70 % ist wirtschaftlich sinnvoll. Die Ermittlung des Energiebedarfs für eine Solaranlage ist ein wichtiger Schritt, um die optimale Grösse und Leistung der Anlage zu bestimmen.

Hier sind einige Schritte, die du durchführen kannst:
  1. Standort und Technologie auswählen:
    • Entscheide dich zwischen Solarwärme und Photovoltaik.
    • Berücksichtige die Anzahl der Bewohner im Haus und das gewünschte System.
  2. Orientierung und Neigung bestimmen:
    • Ermittle die Ausrichtung der Module (z. B. Süd) und den Neigungswinkel des Dachs.
  3. Grösse der Anlage festlegen:
    • Berechne die Leistung auf dem Dach (kWp) und die Leistung an der Fassade (kWp).
    • Denke auch über eine Batterie zur Speicherung des erzeugten Stroms nach.
  4. Eigenverbrauchsanteil schätzen:
    • Überlege, wie viel des erzeugten Stroms du selbst verbrauchen möchtest.
  5. Kosten und Amortisationsdauer:
    • Kalkuliere die Kosten für die schlüsselfertige Anlage.
    • Schätze die Amortisationsdauer ab, also den Zeitraum, in dem sich die Investition rentiert.
  6. Weitere Einstellungen:
    • Nutze einen Solarrechner, um die Gesamtstromproduktion, den Eigenverbrauchsanteil und die Stromabgabe ans Netz zu simulieren.
Kläre, ob ein zusätzlicher Speicher für deine Solaranlage sinnvoll ist. Investitionen in einen Speicher lohnen sich oft, da du so einen höheren Eigenverbrauch erzielst. Ein Speicher macht dich auch ein stückweit unabhängiger. Ein Stromspeicher bei einer Solaranlage kann verschiedene Vorteile bieten:

  1. Eigenverbrauchsoptimierung:
    • Mit einem Speicher kannst du den selbst erzeugten Solarstrom speichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, z. B. abends oder nachts.
    • Dadurch erhöhst du deinen Eigenverbrauchsanteil und reduzierst den Bezug von Strom aus dem Netz.
  2. Unabhängigkeit vom Stromnetz:
    • Ein Speicher macht dich unabhängiger von externen Stromversorgern.
    • Du kannst den gespeicherten Strom nutzen, wenn das Netz ausfällt.
  3. Reduzierung der Einspeisung ins Netz:
    • Überschüssiger Solarstrom muss normalerweise ins Netz eingespeist werden.
    • Mit einem Speicher kannst du diesen Strom selbst verbrauchen, anstatt ihn abzugeben.
  4. Wirtschaftlichkeit:
    • Die Amortisationsdauer eines Speichers hängt von den Kosten und der Nutzung ab.
    • Förderungen und sinkende Speicherpreise machen den Einsatz wirtschaftlicher.
  5. Umweltfreundlichkeit:
    • Durch die Nutzung des eigenen Solarstroms trägst du zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei.
  6. Flexibilität:
    • Du kannst den gespeicherten Strom zeitlich flexibel nutzen, z. B. für Elektroautos oder Wärmepumpen.
Hinweis: Dennoch ist es wichtig, die individuellen Rahmenbedingungen und die Kosten für den Speicher zu berücksichtigen.
Investiere in langlebige und effiziente Module. Die Qualität beeinflusst die langfristige Leistung der Anlage. Die wichtigsten Faktoren sind dabei:

  1. Produkt- und Leistungsgarantie:
    • Produkt- und Leistungsgarantie sollten beide mindestens 30 Jahre betragen.
  2. Gleichlange Garantiedauern beachten:
    • Beachte, dass Produkt- und Leistungsgarantien grundsätzlich gleich lang sein sollten.
    • Andernfalls könnte die kürzere Produktgarantie dazu genutzt werden, die längere Leistungsgarantie rechtlich auszuhebeln.
  3. Maximale Degradationsrate:
    • Achte auf eine maximale Degradationsrate von 0,25 % pro Jahr.
    • Degradation bezeichnet die allmähliche Abnahme der Leistungsfähigkeit von Solarmodulen über die Zeit.
    • Ursachen sind Alterung, Feuchtigkeit, Temperatur und UV-Strahlung.
    • Je höher die Degradation, desto geringer ist langfristig die erzeugbare Wattleistung des Moduls.
Suche nach einem erfahrenen und zuverlässigen Fachmann für die Installation der Anlage. Die Erkennung eines seriösen Handwerksbetriebs ist entscheidend, um qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu erhalten und Betrügern aus dem Weg zu gehen. Hier sind einige Tipps, wie du einen seriösen Handwerksbetrieb erkennen kannst:

  1. Seriöse Handwerksbetriebe erkennen:
    • Impressum und Kontaktdaten:
      • Impressum: Überprüfe, ob die Website des Handwerksbetriebs ein Impressum enthält. Seriöse Unternehmen stellen ihre Kontaktdaten transparent zur Verfügung.
      • Telefonnummer: Achte darauf, dass eine örtliche Telefonnummer angegeben ist. 0800- oder 032-Nummern können auf unseriöse Anbieter hinweisen.
    • Qualifikation und Erfahrung:
      • Informiere dich über die Qualifikationen der Handwerker. Seriöse Betriebe haben erfahrene Fachkräfte.
      • Referenzen: Frage nach Referenzen oder schaue nach Kundenbewertungen.
    • Transparenz bei den Kosten:
      • Ein seriöser Handwerksbetrieb wird dir klare Preise nennen und diese aufgeschlüsselt darlegen.
      • Keine Barzahlung: Sei vorsichtig, wenn ein Handwerker nur Barzahlung akzeptiert. Seriöse Unternehmen bieten verschiedene Zahlungsmethoden an.
    • Vertrag und Rechnung:
      • Schriftlicher Vertrag: Ein seriöser Handwerksbetrieb wird einen schriftlichen Vertrag anbieten, der alle Vereinbarungen festhält.
      • Rechnung: Verlange eine ordnungsgemässe Rechnung mit allen Details.
    • Handwerkskammer und Mitgliedschaft:
      • Prüfe, ob der Betrieb in der Handwerksrolle eingetragen ist. Dies kannst du bei der Handwerkskammer erfragen.
      • Mitglieder der Handwerkskammer sind in der Regel seriös.
    • Bauchgefühl und sozialer Druck:
      • Vertraue deinem Bauchgefühl. Wenn etwas seltsam erscheint, suche nach Alternativen.
      • Regionale Betriebe haben einen sozialen Druck, da sie ihren Ruf riskieren, wenn sie schlechte Arbeit leisten.
Setze dir ein realistisches Budget für die Anschaffung und Installation der Solaranlage. Die Finanzplanung beim Bau einer Solaranlage ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass deine Investition rentabel ist. Hier sind einige Aspekte, die du berücksichtigen solltest:

  1. Wirtschaftliche Planung einer Solaranlage:
    • Ermittle dein Solarpotenzial:
      • Dachfläche: Berechne die verfügbare Dachfläche für die Solaranlage.
      • Ausrichtung und Neigung: Prüfe die Ausrichtung und Neigung des Dachs, um die optimale Sonneneinstrahlung zu gewährleisten.
    • Kosten und Förderungen:
      • Anschaffungskosten: Kalkuliere die Kosten für die Solaranlage, einschliesslich der Module, Wechselrichter und Installation.
      • Förderungen: Informiere dich über Förderprogramme auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Diese können die Kosten deutlich reduzieren.
    • Eigenverbrauch und Einspeisung:
      • Eigenverbrauch: Schätze deinen Eigenverbrauchsanteil ab. Je mehr du selbst verbrauchst, desto rentabler wird die Anlage.
      • Einspeisung: Kläre mit dem Netzbetreiber die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom ins Netz.
    • Wirtschaftlichkeit:
      • Berechne die Rendite der Solaranlage über ihre Lebensdauer (normalerweise 20–30 Jahre).
      • Berücksichtige Inflation und Entwicklung der Strompreise.
    • Finanzierungsmöglichkeiten:
      • Eigenkapital: Verwende vorhandenes Eigenkapital für die Anschaffung.
      • Kredite: Erkunde die Möglichkeit von Krediten oder Darlehen.
    • Betriebskosten und Wartung:
      • Plane die Betriebskosten für Wartung, Reinigung und eventuelle Reparaturen mit ein.
    • Steuerliche Aspekte:
      • Informiere dich über steuerliche Absetzbarkeit der Anlage.
      • Beachte, dass lokale Vergütungen und individuelle Rahmenbedingungen die Rentabilität stark beeinflussen können.
Hinweis: Eine professionelle Beratung kann dir bei der Finanzplanung helfen.
Die Größe hängt von der verfügbaren Dachfläche, dem Neigungswinkel und der Ausrichtung deines Dachs ab. Achte darauf, dass keine Hindernisse mehr als 10 % der Fläche einer einzelnen Anlage während der Spitzenproduktionszeiten blockieren. Die Größe der Anlage hängt auch von Deinem verbrauch ab. Bedenke, dass bei Anschaffung einer Wärmepumpe, E- Auto, E – Fahrrad etc. Dein Energieverbrauch steigen wird. Die richtige Größe deiner Solaranlage hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind einige Schritte, um die optimale Größe zu ermitteln:

  1. Strombedarf ermitteln:
    • Schaue dir deine Stromrechnungen an, um den durchschnittlichen Jahresverbrauch in Kilowattstunden (kWh) zu kennen.
    • Eine Faustregel besagt: 1 kWp (Kilowatt peak) installierte Leistung pro 1'000 kWh Jahresstromverbrauch.
  2. Zukünftige Verbräuche berücksichtigen:
    • Plane für die nächsten 30 Jahre, da moderne Anlagen so lange halten.
    • Denke an mögliche zusätzliche Verbräuche wie Elektroautos oder Wärmepumpen.
  3. Experten konsultieren:
    • Sprich mit einem Solarexperten, um individuelle Bedürfnisse und Sonderfälle zu berücksichtigen.
  4. Übliche Grössen für Einfamilienhäuser:
    • Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus sind 8 bis 12 kWp installierte Leistung üblich.
    • Das entspricht einer Modulfläche von etwa 56 bis 84 m².
  5. Individuelle Rahmenbedingungen beachten:
    • Denke daran, dass die lokalen Gegebenheiten und Förderprogramme die Grösse beeinflussen können.
Entscheide dich für hochwertige Solarmodule und einen leistungsstarken Wechselrichter. Auch hier gilt es, nicht am falschen Ende zu sparen.

  1. PERC-Technologie (Passivated Emitter and Rear Cell):
    • Diese Technologie ist in der Zwischenzeit veraltet, da die Effizienz der PERC-Zelle ausgereizt ist. Diese haben im Schnitt maximal 21 % Wirkungsgrad.
  2. Heterojunction-Technologie (HJT):
    • HJT-Solarmodule eignen sich besonders gut für warme und sonnige Bedingungen. Ihr niedriger Temperaturkoeffizient sorgt für eine stabile und effiziente Stromerzeugung, auch bei höheren Temperaturen.
    • Leider sind die Herstellungskosten aufgrund der Rohmaterialien sehr hoch und auf Dauer auch nicht skalierbar.
  3. n-Type TopCon – die Technologie der SwissWatt One AG Module:
    • Diese zeichnen sich durch eine hohe Effizienz, Langlebigkeit, gutes Schwachlichtverhalten und bessere Temperaturbeständigkeit aus.
  4. Bifaziale Module – das Davos Diamond Modul der SwissWatt One AG mit n-Type-Technologie:
    • Diese Module nutzen sowohl die direkte Sonneneinstrahlung als auch das reflektierte Licht von der Rückseite.
    • Sie sind besonders effizient und eignen sich für verschiedene Anwendungen.
  5. Tandem- und Perowskit-Solarzellen:
    • Zukunftstechnologie: Diese Technologien befinden sich noch in der Forschung, zeigen aber vielversprechende Ergebnisse. Marktreife in etwa 2 bis 3 Jahren.
Hinweis: Die Wahl der geeignetsten Technologie hängt von deinen individuellen Anforderungen, dem Standort und den Kosten ab. Es ist ratsam, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
Informiere dich über eventuelle Genehmigungen oder Anmeldungen, die für die Installation notwendig sind, unter anderem:

  1. Behördliche und gesetzliche Anforderungen:
    • Baugenehmigung: Prüfe, ob für deine Region eine Genehmigung erforderlich ist.
    • Anmeldung bei der Bundesnetzagentur: In der Schweiz entfällt dies, in Deutschland ist sie Pflicht (für unsere Kunden in DE relevant).
    • Anmeldung beim Netzbetreiber: Vor der Inbetriebnahme muss die Anlage beim lokalen Netzbetreiber angemeldet werden.
    • Anmeldung bei Gewerbeamt und Finanzamt: Dies ist erforderlich, wenn Strom eingespeist und vergütet wird (z. B. in Deutschland als Kleinunternehmer).
Es ist ratsam, sich vor der Installation einer Solaranlage über die spezifischen Regelungen in deinem Land / Bundesland / Kanton zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen
Stelle sicher, dass dein Dach für die Installation geeignet ist. Die Dachfläche sollte ohne Verschattung sein und den optimalen Neigungswinkel aufweisen. Oftmals macht es Sinn das Dach im Zuge eines Baus einer Solaranlage neu einzudecken.
Denke an Sicherheitsmaßnahmen, um deine Anlage zu schützen. Der Schutz deiner Solaranlage vor Diebstahl und Beschädigung ist von entscheidender Bedeutung, um die langfristige Rentabilität und Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Hier sind einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst:

  1. Diebstahl- und Sicherheitsschutz für Solaranlagen:
    • Mechanische Sicherungen:
      • Verwende spezielle Schrauben und Verriegelungstechniken, um den Zugang zu den Solarmodulen zu erschweren.
      • Markierungen und individuelle Kennzeichnungen der Anlagenkomponenten erleichtern die Identifizierung im Falle eines Diebstahls.
    • Elektronische Sicherheitssysteme:
      • Alarmanlagen: Installiere Alarmanlagen, die bei unbefugtem Zugriff Alarm auslösen.
      • Videoüberwachung: Setze Kameras ein, um verdächtige Aktivitäten zu überwachen.
      • GPS-Tracker: Verwende GPS-Tracker, um den Standort der Solarmodule zu verfolgen.
    • Zugang erschweren:
      • Zufahrten: Gestalte die Zufahrten zur Solaranlage so, dass sie für Diebe schwer zugänglich sind.
      • Aufstiegshilfen vermeiden: Entferne Leitern oder andere Aufstiegshilfen.
    • Sensibilisierung von Nachbarn:
      • Informiere deine Nachbarn über die Solaranlage und bitte sie, auf verdächtige Aktivitäten zu achten.
    • Versicherung und rechtliche Aspekte:
      • Schliesse eine Diebstahlversicherung für die Solaranlage ab.
      • Klär die rechtlichen Aspekte und melde die Anlage korrekt an.
      • Denke daran, dass eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherheitsmassnahmen am effektivsten ist.
Hinweis: Diese Checkliste kann dir als Orientierung dienen, aber es ist ratsam, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die individuellen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Unsere Produkte werden über qualifizierte Fachpartner verbaut. Wenn du als Endkunde Fragen zu unseren Modulen hast oder auf der Suche nach einem passenden Installationsbetrieb bist, helfen wir dir gerne weiter – direkt oder über unser Netzwerk.


Ob Fragen zu unseren Modulen, einer individuellen Beratung oder bei allgemeinen Fragen, wir sind jederzeit gerne für Sie da.
Vertreibsleiter Nathan Grabherr
Schweiz: +41 79 772 25 16
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